Dienstag, 23. Oktober 2007

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Die Pause verbring’ ich in meiner Klause!
Es dürfte ja wohl ein Allgemeinplatz sein, dass Pausen an sich etwas ziemlich Beknacktes sind (abgesehen von Raucherpausen vielleicht). Das Schlimmste aber überhaupt sind sicherlich Länderspielpausen, also Pausen in denen Nationalmannschaft ihrem langweiligen Geschäft nachgehen und die uns um schöne und spannende Spiele in den nationalen Meisterschaften und europäischen Pokalwettbewerben bringen. Und es gibt noch eine weitere riesige Sauerei, die im Zuge dieser Länderspiele auftritt: regelmäßig kehren die Akteure verletzt, erschöpft und verspätet zu ihren Clubs zurück. Aber es ist wie immer: wenn man die UNO mal braucht, greift sie nicht ein – und so gab es dieses Wochenende eine illustre Favoriten- bzw. Großclubstolperei in den Südligen.
Barca ging bei Villarreal, dem „gelben U-Boot“, mit 3:1 unter (um es mal drastisch zu formulieren), zudem verletzte sich noch der länderspielgestresste Deco und fällt fünf Wochen aus; somit ist eigentlich das gesamte defensive Mittelfeld bei Barca (Deco, Touré, Marquez, Edmilson) verletzt, na prima! Einziger Lichtblick auf Seiten der Katalanen war Bojan Krkic (das serbo-katalanische Eigengewächs), der nun mit 17 Jahren und ein paar Tagen jüngster Liga-Torschütze der Vereinsgeschichte ist. Zwei der drei Vilarreal-Treffer waren übrigens Elfer, darf so etwas sein? – Zum Glück bestätigte Schweine-Real ein paar Stunden später seine absteigende Form mit einer 1:2-Niederlage bei Espanyol Barcelona. Da außerdem Valencia gegen La Coruna gewann, beträgt der Abstand auf den Plätzen eins bis fünf jeweils nur einen Punkt: Real MadRIP, Villarreal, Valencia, Barca, Espanyol.
Noch dicker kam’s für Milan, die 0:1-Heimniederlage der Berlusconi-Boys gegen Empoli war ja nun nicht so dolle, und damit steigt der Abstand zu Tabellenchef Inter auf zehn Punkte an (einigen Gerüchten zufolge will man sich bei den Rossoneri gern mit Drogba verstärken, der ja unbedingt weg von Chelsea will – andererseits: Real soll auch interessiert sein, aber die sind ja nun schon seit Jahren an jedem Spieler interessiert, der schon mal ein Tor ab der dritten Liga aufwärts geschossen hat). Sehr unitalienisch ging’s beim „Derby del Sud“ – die Roma gegen den SSC Neapel – zu, 4:4 (die Gäste mussten übrigens ohne Fans anreisen bzw. wurden diese nicht ins Stadio Olimpico gelassen – der finstere Staat greift bei den südländischen Gewalttätern mal wieder hart durch ...), Zalayeta schoss kurz vor Schluss für die Neapolitaner den Ausgleich. Dessen Ex-Club, Juventus Turin, knüpfte an alte Capello-Zeiten an und gewann standesgemäß mit 1:0 gegen Genua 1893, und del Piero did it. Die Fiat-Knechte aus dem Norden sind mittlerweile der stärkste Konkurrent des weiterhin erfolgreichen Inter Mailand, die bei Reggina 1:0 gewannen, erstes Adriano-Tor seit Menschengedenken (ja, ja, so schlimm war’s auch wieder nicht). Die Juve-Hasser des AC Florenz hatten gegen Siena im toskanischen Derby wenig Mühe, 3:0.
Hört es denn nie auf? Nee! Zum zigtausendsten Mal gab es ein Glasgower Derby, „Old Firm“ genannt, und diesmal durften sich alle reformierten Christen freuen: die Rangers hauten die Katholiken von Celtic mit 3:0 aus dem Ibrox-Park – wenn das Luther und Calvin noch erleben könnten ...
Achtung!!! Neue Südligenbericht-Initiative!!! – Mourinho zurück auf eine würdige Trainerbank. (Und wer die bisherigen Initiativen so kennt, der weiß: die haben eigentlich immer Erfolg.) Wie kürzlich die englische Presse kolportierte, hatte der portugiesische Trainerguru in seiner Zeit beim FC Porto eine Geliebte, die pikante Details an ein Revolverblatt von der Insel (da wo, laut Maradonna, die Leute mit den eckigen Füßen leben) verriet, u.a. dass Mourinho unglaublich gerne in ihrem Beisein Schokokekse aß, sogar beim Geschlechtsverkehr – wenn er gut drauf war, machte er einfach eine Pause und knabberte einen Keks, so zwischendurch, und auch wenn er sich Fußballspiele im Fernsehen ansah. Dieser Mann darf einfach nicht arbeitslos sein und sinnlos irgendwo in Portugal rumlungern. Genau darum hofft die Initiative auf viele begeisterte Unterstützer.
Wer sich von der unglaublichen Qualität der bisherigen Südligenberichte überzeugen will, siehe: www.aimofdesign.de/sport.html und www.myspace.com/aimofdesign

Samstag, 20. Oktober 2007

Fankultur aus Frankfurt

Ganz warm wird mir da ums Herz.
Diese Aufnahmen sind in Kopenhagen beim Duell Bröndby vs. Eintracht (UEFA-CUP-Saison 2006/2007) entstanden und belegen den feinen Stil und die unglaublich große Energie der Frankfurter Fans.