Freitag, 30. Oktober 2009

Henrik Larsson hört uff, schnüff!

Hier noch einmal etwas Schönes von ihm, in audio-visueller Form – Rückkehr zu Celtic im Barca-Trikot (Freunde der Rangers und Real Madrids dürften vielleicht so ihre Probleme haben, aber man kann's einfach nicht jedem recht machen): 


Zur Herrschaft des Verdachts

Der BGH stärkt das Hausrecht der Vereine – könnte also sein, dass man demnächst Stadionverbot bekommt, weil einem die Currywurst aus der Hand glitt.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Im Vorort ist der Teufel los!

Und dessen Farbe ist bekanntlich schwarz (manchmal auch rot), und auf keinen Fall weiß, wie Real Madrid beim Drittligisten Alcorcon in der Copa del Rey erfahren musste. 

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Kulturauftrag und Anthropologie 

Das gesamte Wochenende über wärmte ein kleines Shakespeare-Zitat mein Herz. „My hands are of your colour; but I shame / To wear a heart so white.“ („Meine Hände / Sind blutig, wie die deinen; doch ich schäme / Mich, dass mein Herz so weiß ist.“) 

Und nach dem 0:0 Real Madrids bei Sporting Gijon ließ mich mein Überschwang – immerhin war das nach dem 2:3 gegen Milan (die Sportzeitung „Marca“ hatte vor der Partie geunkt, ob die Milan-Spieler im Hotel oder im Altenheim übernachten werden) in der Champions League eine denkbar schlechte Woche für die Unsympathen aus der spanischen Hauptstadt – die schönen Zeilen etwas umdichten (als Bildungsbürgerin darf man das!). Dafür musste ich mich allerdings als Real-Knappen imaginieren, was hart genug war. Hier das Ergebnis: „ My hands are of your colour; but I shame / To wear a shirt so white.“ Hehe, hoho. – Klar, was jetzt kommt: Müsste es nicht eigentlich „jersey“ statt „shirt“ heißen? Sicher, aber dann würde einem die ganze Metrik auseinanderfliegen. Wie dem auch sei ... ich denke, ich habe hier meinen Kulturauftrag erfüllt und die Leute noch einmal daran erinnert, dass ab und zu Hexameter wichtiger als beispielsweise Viererketten sein können. 

Ansonsten sah ich am Wochenende meine Vorurteile bestätigt, dass die niederen Gefühle eine starke Antriebskraft im organisierten Fußballsport und dessen Anhängerbereich sind (einer der Gründe, warum mich damit überhaupt beschäftige, als passionierte Hobby-Anthropologin). Folgende Themenfelder gelang es mir einzukreisen: 

Häme: Fürs Auswärtsspiel an der Anfield Road in Liverpool hatten sich die ManUnited-Anhänger putzige Utensilien eingepackt – aufblasbare Strandbälle, als kleine Fingerzeig, was dem FC Liverpool am Spieltag zuvor in Sunderland widerfahren war (tribuenenbrand.de berichtete). Allerdings wurden die aufs Spielfeld beförderten Spielentscheider rechtzeitig entfernt. 

Hass und Gewalt und Krankheit noch dazu (und zurück im Süden): Eigentlich wurde schon ob des hitzigen Duells am Sonntag zwischen Olympique Marseille und Paris Saint Germain voll Vorfreude frohlockt. Doch dann sickerte bereits am Freitag durch, dass daraus vielleicht nichts werden würde. Der Grund: Drei PSG-Spieler hatten sich mit der Schweinegrippe infiziert, was ein Großteil der Marseille-Anhängerschaft wohl nicht groß verwunderte. Aber dann wurde das Spiel doch tatsächlich wegen dieser kleinen Unpässlichkeit abgesagt. Ein Großteil der PSG-Fanbusse konnte von Polizei auf der Autobahn noch abgefangen werden, jedoch, einige schafften es dennoch bis in die Stadt, um den Auftrag zu erfüllen: Stress. Da ja nun nicht mal mehr ein Fußballspiel anstand (Ausweichtermin noch unklar), konnte man sich ordentlich Zeit für Prügel und Randale nehmen. 

Dabei sollen selbst Anwohner von ihren Fenstern aus die eingekesselten PSG-Fans beworfen haben. Deswegen ein Sprachgebrauchsvorschlag: neben sogenannten „Fans“ sollte es auch sogenannte „Anwohner“ heißen, um klarzustellen, dass nicht alle so sind. 

Dienstag, 20. Oktober 2009

Ob Markus Babbel morgen noch VfB-Trainer ist,

könnte sich u.a. durch die Frage entscheiden, ob der gute Mann FAZ-Leser ist. Da steht ja mal wieder alles drin... 
(Leider hat Paul Ingendaay vorab keinen ähnlichen Artikel über Greuther Fürth geschrieben, sonst hätte Union, nach Qualitätslektüre, sicher gestern besser ausgesehen.)

Sonntag, 18. Oktober 2009

Lieber Herr Blatter,

kürzlich kam mir in den Sinn: anstatt die Tore zu vergrößern – damit mehr von diesen fallen –, sollte man einfach immer einen roten Ballon im Strafraum platzieren ...


Mittwoch, 7. Oktober 2009

Länderspielepause, oder: Zeit totschlagen mit Catherine Zeta-Bohlen und namhaften Literaten

Der selig machende und Depressionen heilende Clubfußball Europas muss ja leider wegen der FIFA-Kopfgeburt (Fußballweltmeisterschaft genannt) pausieren. Da kommt ein alljährlicher Zeitvertreib gerade recht: kommende Literaturnobelpreisträger raten. 
Hier die persönlichen Favoriten des TRIBUENENBRANDS: Cormac McCarthy (klaro, keine Frage), Denis Johnson (kaum Fragen), Bob Dylan (Fragen nicht erlaubt), Per Olov Enquist (Fragen nur auf Schwedisch), Javier Mariás (eine große Frage: Warum, zum Teufel, muss der denn Real-Fan sein?). 
Und die Favoriten der anderen: dieser eine Chinese (Frage nach dem Namen), Philip Roth (die "Reichen 30 Romane schon für einen Nobelpreis?"-Frage), und die ganzen anderen Namen und Fragen ...

PS: Übrigens kann sich Roberto Donadoni, bis gestern noch Trainer des SSC Neapels, die Entscheidung um den Literaturnobelpreis ganz in Ruhe und Arbeitslosigkeit reinziehen.