Freitag, 17. Dezember 2010

Olympique Nyon


Eigentlich sollte ich ja als Wahl- bzw. Auslosungsbeobachter der OSZE bei der CL-Achtelfinalvergabe in der Schweiz zugegen sein – doch man ließ mich nicht rein.
Florentino Perez schenkte jedem der UEFA-Belegschaft ein Jagdgewehr mit aufwendigen Verzierungen und bekam dafür Olympique Lyon zugelost. Damit Real Madrid es diesmal übers Achtelfinal hinaus schafft.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Losing the Unschud! Oder doch nicht?

Am Sonntagabend gab es im Nou Camp vereinzelt erboste Plakate, doch die 5:0-Sause des FC Barcelonas gegen Real Sociedad konnte den katalanischen Volkszorn vermutlich etwas beruhigen …

Nun ist es also doch geschehen: Nachdem Präsident Laporta (der mit der Champagner-Flat) bereits im Jahre 2003 das Verbot der Werbung auf dem Trikot seiner Fußballmannschaft kippte und sich mit dem Unicef-Logo auf der Brust Barças (für das der Verein sogar Geld an gemeinnützige Projekte des Kinderhilfswerks überwies) als Gutmensch in Szene setzen konnte, ist der Drops in Sachen kommerzieller Trikotwerbung bei den Katalanen nun anscheinend gelutscht. Die Qatar Foundation erhält für die Rekordsummer von 30 Mio Euros im Jahr (Real und ManU kriegen nur 23) den Zuschlag. Und einige Katalanen fühlen sich nun so wie Deutsche, denen die Regierung mitteilt, dass in Zukunft Konnopkes Würstchenbude auf der Nationalflagge mit einem Logo vertreten sein wird – verarscht.

Allerdings: Noch müssen die Mitglieder bzw. das Mitgliedergremium die Sache durchwinken, und Präsident Rosell kündigte bereits an, dass, sollte die Werbenutzung des Trikots abgelehnt werden, man von diesem Plan Abstand nehmen würde, trotz der misslichen Finanzlage des Clubs. Außerdem soll das Unicef-Logo weiterhin auf dem Trikot bleiben. Sollte das zusammen mit dem Qatar Foundation-Logo nicht funktionieren, hat Unicef Vorrang. Zumal, wie der Präsident betonte, man mit der Qatar Foundation ja einen Charity- und keinen kommerziellen Sponsor habe, da diese Organisation Entwicklungsprojekte in Sachen Bildung, Sport und Wissenschaft fördert. Nun ja …

Die Vermutung liegt nahe, dass Barça das Geld schon in der Tasche hat, ganz egal, ob und in welcher Form der Schriftzug aufs Trikot kommt. Wahrscheinlich eine Art Belohnung für die Unterstützung von Qatars Bewerbung um die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2022. Immerhin hatte sogar Trainer Guardiola als Botschafter Qatars die Werbetrommel für die sympathischen Scheichs gerührt. Mit Erfolg. Das Nachsehen hatte allerdings Spanien, das sich zusammen mit Portugal ebenfalls um die Austragung bemühte. Da wiederum freut sich das katalanische Herz – wieder ein Stück weiter weg von Spanien und vielleicht näher dran an der ersehnten Unabhängigkeit. (Und den echten Fußballfans ist sowieso total Wumpe, in welchem räudigen Erdteil bzw. Land die Sepp-Blatter-Fußballsause ausgetragen wird.)

Samstag, 20. November 2010

Uiihh! Globalisierung immer schlimmer!!!


Wer etwas über die DDR-Oberliga und den heutigen Zustand der Vereine, die dieser Liga am Ende angehörten, wissen möchte, muss Spanisch lernen. Siehe hier!!!
(Fehlt nicht mehr viel und dann werden die Führungen durchs Nou Camp nur noch auf Sächsisch durchgeführt.)

Mittwoch, 3. November 2010

Nun bin ich schon mit meinem kaputten Skateboard


nach Kopenhagen gerollt … Und dann steig ich doch tatsächlich im falschen Hotel ab.
Die Jungs und das Trikot waren eigentlich für mich bestimmt.





Montag, 1. November 2010

Viel Glück zum Nichtgeburtstag!


Und zum Rekord – Alessandro del Pieros 179. Liga-Treffer (und auch noch gegen Milan, im San Siro!). Das ist: einer mehr als Juve-Kicker Giampiero Boniperti zwischen 1946 und 1961 schoss.


Und zur Verfeinerung der Italienischkenntnisse …

Sonntag, 24. Oktober 2010

Gar nicht so schlecht


… diese Protestanten. Sie lassen ihre Pfarrer heiraten und Kinder kriegen, richten ihre Kirchen schlicht ein, tragen auch keine Sprengstoffgürtel und gewinnen gern Stadtduelle.
Natürlich schlimm für die Celtic-Fans, die sich ja vielleicht mit Fans der Roma zusammentun könnten, da es denen beim Betrachten der Tabelle der Serie A derzeit auch schlimm geht. (Kurz: Das Leben wäre smarter ohne Erzfeinde.)




Mittwoch, 6. Oktober 2010

Solidarnosc!

Eure Eltern sind Geschwister oder Fussball ist immer auch Politik.
Folgendes Transparent wurde am Sonntag beim Heimspiel des VFB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt im Frankfurter Block gesichtet:


Ein Schelm, wer da an Stuttgart 21 denkt!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Sizilische Urlaubsgrüße!

Der Tribünenbrand (wie immer) investigativ unterwegs, diesmal auf Sizilien.
Heute: Die wichtigsten Ultra-Schmierereien am Fallbeispiel Acireale.

Mittwoch, 29. September 2010

Im Urlaub im Süden …


… und darum diesmal wenig bis nix zur jährlichen Nobel-Prize-Sause.
Zum Glück gibt's die Einträge aus den Vorjahren: hier und hier! (Wir leben ja bereits von unserem eigenen Mythos. Und das gar nicht mal so schlecht.)

Dienstag, 21. September 2010

Vielleicht aber …


… hat Messis dicker Knöchel auch andere Gründe bzw. Ursachen (vielleicht aber auch nicht), denn er war mit mir am Freitag natürlich beim Berliner Derby, Union–Hertha, in der Alten Försterei (wollte er sich einfach nicht nehmen lassen), und schien erst mal maßlos enttäuscht zu sein, dass der BFC gar nicht spielte (hatte kurz die Idee, einfach drei Teams auf den Platz zu schicken – verrückter Typ!), und dabei sind uns wohl ein paar Unioner, dicke, wohl auf die Füße und gegen die Knöchel getreten, aus Versehen selbstverständlich, da wir ja auch sehr klein waren bzw. sind, im Gegensatz zu ihnen, und sie uns deswegen nicht richtig sahen bzw. weil sie vor allem darauf aufpassten, dass sie kein Bier verschütteten. 
Und dann noch der ganze Qualm … (Denis Johnson würde sagen: Tree of Smoke) … 


Montag, 20. September 2010

Das dickste Körperteil der Welt …


… konnte am gestrigen Abend Messi sein Eigen nennen. 
Eine schwere Bänderverletzung von "la pulga" scheint der Preis des furiosen Auswärtssiegs Barcas bei Atletico zu sein – also Rechnung ohne Wirt gemacht, der den Namen Ujfalusi trägt und der hoffentlich seine Schankkonzession verliert. (Ansonsten darf die Atletico-Kneipe ruhig offen bleiben. Immerhin gab's netten Applaus für Iniesta.) 

Mittwoch, 15. September 2010

Schlagt die Xenophobie, wo ihr sie trefft!


Neues aus dem Imperium Platini(um) (Quelle: faz.net): 

Uefa verbietet Choreografie von Fans

Die Fans von Bayern München wollten beim Start der Champions League am Mittwoch gegen AS Rom (20.45 Uhr / FAZ.NET-Liveticker) mit ihrem Latein-Wissen glänzen, doch die Uefa machte einen Strich durch die Rechnung. Wie der "Club Nr.12", ein 1200 Anhänger zählender Zusammenschluss mehrerer Fan-Klubs, mitteilte, untersagte die Europäische Fußball-Union eine Choreografie, die an eine Szene aus dem Monty-Python-Klassiker "Life of Brian" ("Das Leben des Brian") angelehnt war. Die Fans in der Südkurve hätten dazu den Schriftzug "Life of Bayern" gebildet, und im unteren Teil der Südkurve wäre das Motto der Aktion "Romani ite domum", lateinisch für "Römer, geht nach Hause", zu lesen gewesen. Auch dieser Spruch stammt aus dem "Leben des Brian". Als Begründung für das Verbot der Uerfa wurde ein angeblich beleidigender Inhalt der Aktion gegenüber dem Gastverein und seinen Anhängern angegeben. 


Unfassbar. Und hier die bösen Schelme …

Montag, 13. September 2010

Barca schafft sich ab


Auf Grund des Drucks der Öffentlichkeit ziehe ich mich daher aus dem Vorstand des tribuenenbrands zurück. 
Meine Barca-Mitgliedschaft werde ich allerdings mit ins Grab nehmen. 

Freitag, 3. September 2010

Freitag, 27. August 2010

Gebt mir ein U! – Gebt mir ein E! – Gebt mir ein F! – Gebt mir ein A!


Ufta-ufta-ufta-ufta, tätärää. tätärää! 
So, zack! Die Gruppen der CL und El (wie wir Fachleute sagen) sind ausgelost und meinen Wettfreunden im Fernen Osten übermittelt – nun steht dem Fun nix mehr im Wege. Und dass da durchaus wieder richtig Fußball auf uns zukommen kann, zeigte ja bereits das Spiel Sampdoria gegen Werder am Dienstagabend, mit allem, was wir bei der Blatter-Party in Südafrika nicht hatten – Stimmung, Rauch- und Feuerwerk (so Gott will) und Glaube, Liebe, Hoffnung und 'ne Menge Hass. Das wiederum verspricht uns Platini bei seiner Club-Sause. 
Denen, die nicht warten können und die nationalen Ligen irgendwie zu national sind (soll's ja geben), sei die Hockey-WM in Rosario, Argentinien, ans Herz gelegt.
Sport frei! 

Montag, 23. August 2010

Drei Tore sollt ihr sein!


Ordentlich heiß – lief der Hattrick-Zähler (den ich mir natürlich patentieren lassen habe) an diesem Wochenende: 
Ein gewisser Herr Carroll für Newcastle United gegen Aston Villa (unter tätiger Mithilfe von Alice und der Grinsekatze). 
Mister Theo Walcott für Arsenal gegen Blackpool. 
Und dieser junge Mann: 

Freitag, 6. August 2010

Sie scheinen aber auch …

… alles zu versuchen, damit die weiße Macht der Finsternis (mit ihren Handlangern del Bosque und Hierro) irgendwie die spanische Meisterschaft erringen kann. Man lese selbst! 
Böse und buh! 

Dienstag, 3. August 2010

Kaum mischt Kevin Kuranyi die russische Liga auf


müssen wir auf DAS HIER hinweisen (auch wenn wir solche Szenen in Fußballstadien nicht mehr sehen möchten. Klaro.) Lohnt sich!  

Montag, 28. Juni 2010

Videobeweis? Weltherrschaft!

Kurzer Dialog zwischen Schiedsrichter Roberto Rosetti und seinem Assistenten Stefano Ayroldi im Spiel Argentinien-Mexiko in der 27. Minute (mit einem kurzen Monolog des Linienrichters). 
Rosetti: Das war doch abseits!? 
Ayroldi: Hä!? Was haste gesagt? 
Rosetti: Ich sagte: DAS WAR DOCH ABSEITS! 
Ayroldi: Wie kommste denn darauf? 
Rosetti: War doch eben auf der Videoleinwand zu sehen. 
Ayroldi: Welcher Videoleinwand? 
Rosetti: Na, der da (zeigt auf die Videoleinwand). Das Tor müssen wir zurücknehmen! 
Ayroldi: Zurücknehmen!? Zurücknehmen!? ZURÜCKNEHMEN!!!??? Bloß weil es auf so ’ner doofen Videoleinwand anders aussah als in Wirklichkeit. Wenn wir das machen, sind wir erledigt! Dann werden die Maschinen und die Triple-Sixer und die ganzen Informatik-Nerds die Weltherrschaft übernehmen, und es werden Handys statt Menschen in den Parlamenten sitzen. Und die Sonne wird sich verdunkeln, die Meere und Flüsse und Seen über ihre Ufer treten, die wilden Tiere über uns herfallen. Und unsere Kinder und Enkel und Urenkel und Ururenkel werden uns verfluchen und auf unsere Gräber spucken … 
Rosetti: Okay! Wir lassen das Tor stehen. 

Mittwoch, 16. Juni 2010

Offener Brief an Peer Steinbrück aus gegebenen Anlass


Sehr geehrter Herr Stonebrigde, 
warum haben Sie denn damals, im März 2009, nicht doch die Kavallerie in die Schweiz einreiten lassen. Vielleicht wäre dem Fußball der heutige Schaden in Durban nicht entstanden. 
Hochachtungsvoll,
Herr Tribuenenbrand

Montag, 14. Juni 2010

Wichtiges im Fußball geschieht auch trotz der WM


Am späten Sonntagabend stand nämlich fest: Sandro Rosell wird ab 1. Juli 2010 neuer Präsident des FC Barcelona sein, und damit Nachfolger von Joan Laporta, der nicht mehr kandidieren durfte. Bei den Präsidentschaftswahlen erhielt Rosell 61,35% der Stimmen (die Wahlbeteiligung lag bei 48,11%). Das bedeutet: 1. Der klarste Sieg in der Geschichte des Clubs. 2. Die Bewohner des Staates FC Barcelona (bzw. die Mitglieder) dürfen ihren Präsidenten direkt wählen (soll ja Länder und Vereine geben, bei denen das nicht der Fall ist).
 
Ob Rosell, der in der ersten Amtszeit Laportas dessen Vize war (beide zerstritten sich), nun ein toller Typ ist, wird sich zeigen. Seine Frau scheint recht nett zu sein und außerdem ist er gegen den von Sir Norman Foster entworfenen Um- und Ausbau des Camp Nou. Andererseits will er scheinbar unbedingt den Einfluss Johann Cruyffs auf den Fußballbereich im Club brechen (und keiner weiß genau warum, da nämlich der niederländische Wahl-Katalane bei seinen Einflüsterungen und Tipps für die sportliche Leitung selten danebenlag). 
Auf jeden Fall wirkt er gegen Laporta, der durchaus einen messianischen Elan hatte und als der JFK des europäischen Clubfußballs galt, in etwa wie Lyndon B. Johnson oder Richard Nixon. 
Möge er jedoch ein Ronald Reagan werden und das Reich des Bösen (ein gewisser, weiß gekleideter Club aus der spanischen Hauptstadt) niederringen. 

Mittwoch, 9. Juni 2010

Dienstag, 8. Juni 2010

Natürlich können wir


die Fußballzeitschrift "Marca" ganz und gar nicht ausstehen, weil das nämlich das Haus- und Krawallblättchen von Real Madrid ist. 
Allerdings: Einen feinen WM-Planer haben sie schon (der Designer und der Programmierer sollen für ihren Geniestreich jeweils ein Cristiano-Ronaldo-Jahressalär erhalten haben).

Montag, 7. Juni 2010

Catherine Zeta-Bohlens WM-Blog-Hütte bei No.74-Berlin!


Nachdem die netten Menschen von No.74-Berlin unsere total perverse Ablöse-Summe für Catherine Zeta-Bohlen akzeptiert haben, wird sie ab dem Wochenende hier und hier spieltäglich vom südafrikanischen Fußballgroßereignis berichten. 
Und wir fahren in den verdienten Golf-Urlaub. 

Dienstag, 25. Mai 2010

Langweilige Lieblingsbeschäftigung, alphabetisch geordnet


Angebliche, bald kommende Real-Neuzugänge: 

di María, Ángel Fabián
Dzeko, Edin
Lampard, Frank
Maicon, Douglas Sisenando
Milito, Diego
Navas, Jésus
Pato, Alexandre
Silva, David
Tévez, Carlos

Freitag, 21. Mai 2010

Schweigeminute



is nen Buch von Siegfried Lenz, raunt der Bildungsbürger. 
Der tribuenenbrand meint: Schweigeminute, das war in der abgelaufenen Saison ein häufig (inflationär, wird hier übrigens nicht gesagt) zu beobachtendes Phänomen auf den europäischen Fußballplätzen. Robert Enke, Flugzeugabsturz mit polnischer Politprominenz, Erdbeben auf Haiti und in Chile, Juan Antonio Samaranch, Aschewolke – Vorraussetzungen und Gründe für eine Schweigeminute wollten einfach nicht abreißen, und Grund zur Trauer gibt's ja irgendwie immer. 
In einer großangelegten, inter-, intra- und metadisziplinären Studie wollen wir nun diesem Phänomen nachgehen und haben auch schon die Ebert-, die Naumann-, die Adenauer-, die Böll-, die Luxemburg-Stiftung sowie alle jemals existierenden Goethe-Institute ins Boot geholt. Darum sind wir in nächster Zeit erst einmal vor allem mit dem Geldzählen beschäftigt. Unsere Ergebnisse werden wir in 20 Jahren an gleicher Stelle präsentieren. (Foto: thetelf)

Dienstag, 18. Mai 2010

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen


One-Way-Ticket nach Madrid? 

Nachdem sich neben Benfica Lissabon, Olympique Marseille und dem FC Barcelona auch Inter Mailand über eine weitere Meisterschaft im Süden freuen durfte, tauchten bereits bei den Meisterschaftsfeierlichkeiten in der lombardischen Hauptstadt erste Fragen, José "the special one" Mourinho betreffend, auf. Denn dieser glänzte nämlich durch Abwesenheit bei der Party und hatte zuvor seinen Wunsch geäußert, möglichst bald einmal Real Madrid zu trainieren (bei Inter fühlte er sich ja nie so wohl). 
Da trifft es sich ganz gut, dass der aktuelle Übungsleiter der weißen Unsympathen, Manuel Pellegrini, auf Grund der nicht gewonnenen Titel eine eher schwindende Lobby in der schpanischen Hauptstadt hat. Und Real-Präsident Florentino "was kostet die Welt" Perez soll angeblich schon Frank Lampard als kleinen, möglichen Willkommensgruß für den Portugiesen verpackt haben (neben weiteren geplanten Neuzugängen wie de Rossi und Pato). 
Pikant wäre die Verpflichtung u.a. auch wegen Mourinhos früherer Tätigkeit für den FC Barcelona, wo er sich erst als Dolmetscher, später als Co-Trainer Meriten und Sympathien bei den Spielern erwarb. Doch in den letzten Jahren war ja gerade Barca so etwas wie eine Obsession Mourinhos bei seinen Champions League-Duellen (mit Chelsea und Inter). Und scheinbar kann ihn nun niemand mehr, Pep Guardiola vielleicht ausgenommen, in Barcelona leiden. Also wäre der Gang zu Real nur eine logische Konsequenz (auf dass Hass und Antipathien ewig fruchtbar bleiben). 
Im Gegenzug sollte vielleicht der noch Real-Spieler Gutí, der angeblich die Schnauze von Madrid voll hat, als Fashion-Beauftragter o.ä. zu Barca gehen. 1:1, könnte man dann sagen. 

Was noch gegen einen Mourinho-Wechsel zu Real spricht: Solche feinen italienischen Interviews (direkt nach dem Meisterschaftsgewinn in Siena) bekäme man sicher nicht mehr zu sehen/hören. 

Dienstag, 11. Mai 2010

Jungsfreuden, die Zweite: Wiederholungstäter Piqué (mit sweety Bojan)



Besten Dank an Herrn K. aus B. für den Hinweis


Ohne Zweifel, ein schönes Bild, mit schönen Menschen … Vielleicht liegen die Gründe für Barcas famoses Teambuilding auf einer uns nicht bekannten Ebene, und wir sollten Stillschweigen darüber bewahren, um das alles nicht zu stören. (Vielleicht hatten Ibrahimovic und Piqué aber auch nur eine handfeste Meinungsverschiedenheit und gingen sich auf dem Parkplatz an die schönen Sachen.) 
Zu recht wurde darauf hingewiesen, dass das Foto merkwürdigerweise vor dem wichtigen Auswärtsspiel Barcas beim FC Sevilla auftauchte. Und um Barca aus dem Tritt zu bringen, würde Real auch vor dem Einsatz einer Atombombe nicht zurückschrecken. Leisten könnte sie sich Florentino Perez sicher. Und wahrscheinlich hat er auch schon eine …

Und hier noch Ibras Beweisführung, dass er nicht schwul ist – alle Menschen mit schönen Schwestern sind nun recht herzlich zu einem Besuch in Ibras Haus eingeladen. 

Sonntag, 9. Mai 2010

Hätte mir jemand vor der Saison gesagt,


dass 96 Punkte nicht für die Meisterschaft reichen werden, hätte ich geantwortet: Quatsch mich nicht voll! 
Zum Glück hat dieses Gespräch nie stattgefunden. Denn sonst wäre jetzt eine massive Entschuldigung fällig.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Im Finale der Coppa Italia

zwischen der Roma und Inter am gestrigen Abend in der ewigen Stadt wurde gefühlt höchstens eine halbe Stunde Fußball gespielt. (Aber spannend war's, und diese abartigen Klischees über den italienischen Fußball gingen mir schon immer auf die Nerven … Also: Ruhe!) Alles Nähere hier
Und so endete das Spiel: 



(Sneijder verletzte sich in der sechsten Minute – ein finsterer Bayern-Dusel-Virus sprang ihm in den Oberschenkel und legte diesen lahm.)   

Dienstag, 4. Mai 2010

Hier spielt eine Mannschaft

gegen eine andere, die gar nicht auf dem Platz steht, indem sie gegen die, die tatsächlich auf dem Platz steht, nicht richtig mitspielt. Und die Fans wollen es genauso haben. 



Die Partie heißt Lazio gegen Inter, gleichzeitig heißt sie aber auch Inter gegen Roma, denn die sitzt Inter im Meisterschaftskampfnacken; und da Lazio die Roma, und Roma Lazio, überhaupt nicht leiden kann, heißt das Spiel eigentlich Lazio gegen Roma, doch die steht ja gar nicht auf den Platz, soll aber nicht, geht es nach den Laziali, Meister werden; also spielt genau genommen Inter gegen Inter, da ja Lazio in diesem Meisterschaftskampf für Inter, also gegen die Roma, ist; und wenn man kleinlich ist, dann hätte das Spiel gar nicht stattfinden brauchen, weil ja gar kein richtiger Gegner auf dem Platz stand. 
Einerseits lustig. Andererseits … Die Aversion, der Hass scheißen auf einen fairen Wettbewerb. (Man beachte: Minute 1:30 – Pfiffe des Heimpublikums bei einem Lazio-Angriff; Minute 3:00 – Jubel des gesamten Stadions beim 0:1.) 

Mittwoch, 28. April 2010

Mourinho meint


für Inter sei das Finale in Madrid ein Traum, für Barca dagegen eine Obsession. 
Mal sehen, was diese Herren hier meinen: 


Donnerstag, 22. April 2010

Övebrö und Guardiola haben bisher kein Restaurant eröffnet, aber …

"Die spanischen Medien ergehen sich nach dem 1:3 von Titelverteidiger FC Barcelona im Halbfinale der Champions League beim italienischen Meister Inter Mailand in Verschwörungstheorien. Wie die Sporttageszeitung "Sport" aus Barcelona herausgefunden haben will, kennen sich Schiedsrichter Olegario Benquerenca und Inter-Trainer Jose Mourinho bereits seit zehn Jahren und sind eng befreundet. Benquerenca hatte vor dem Tor zum 3:1 eine Abseitsstellung von Torschütze Diego Milito übersehen und Barca anschließend noch einen klaren Foulelfmeter verweigert. Der Referee wohnt in Leiria, wo sein portugiesischer Landsmann Mourinho im Jahr 2001 bei seiner zweiten Trainerstation als Chefcoach für Uniao Leiria gearbeitet hat. Dort sollen die beiden nach Angaben des öffentlich-rechtlichen katalanischen Radiosenders "COM Radio" damals gemeinsam das Restaurant Omenino besessen haben." (Quelle: Faz.net)


Dienstag, 20. April 2010

Neulich auf einer großen Insel im Nordatlantik


Als ich kürzlich in Island weilte und dort zufällig Uli Hoeness und Massimo Moratti traf, kam mir das nicht besonders ungewöhnlich vor. Meinten beide doch, sie wären nach Island gekommen, um ein paar bewusstseinserweiternde Pilze zu klinken und dann intensiv mit Elfen und Trollen zu sprechen. 
Auch als ich die beiden in der Nähe des Eyjafjalla-Vulkans in höchst futuristischer Bekleidung ins Erdreich hinabsteigen sah, kam mir keinerlei Verdacht. Ich sagte mir lediglich: Mann, Mann, die sind aber ordentlich drauf! 
Als nun am Sonntag bzw. Montag die Bus-Odysseen von Olympique Lyon (ca. 1000km, da vom Auswärtsspiel aus Bordeaux kommend) und des FC Barcelona (ca. 1000km mit Zwischenstopp in Cannes) begannen, ging sogar mir ein Licht auf, wie man so sagt. Jedes Mittel ist den Chefs von Inter und Bayern München recht, um nach gefühlten 50 Jahren (bei Inter sind es tatsächlich fast soviel) mal wieder die Champions League (sprich: Europapokal der Landesmeister) zu gewinnen, oder wenigstens das Finale zu erreichen. Und die UEFA schnarcht mal wieder vor sich hin! 

(Zum Duell Inter-Barca: Christan Eichlers sehr schöner Artikel in der FAZ – "Welteroberer gegen Spielverderber" … Es riecht nach Spielverderbung.) 

Montag, 19. April 2010

Donnerstag, 15. April 2010

Sweet Presseshow

Zum WM-Gastgeberland: Die "Welt" zur Kriminalität in Südafrika und zum Mord am Buren-Führer Terre Blanche, die FAZ bringt Afrika-erfahrene Trainer ins Spiel – alles halb so wild. 

Crazy Calcio: Brigit Schönau in der Süddeutschen zum Höhenflug der Roma in der Serie A

Technik nervt (oder kann zumindest): Unabomber-Opfer Gelernter zum E-Book-Blödsinn

Der Ernst-Jünger-Link: Peter Richter zu Neo Rauchs fünfzigsten B-Day

Montag, 12. April 2010

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

1-2 Tugenden, 1 Systemfrage, 2 Wachablösungen und 2 verbale Tiefstapeleien

„Ich bin nicht besser als Ronaldo, unsere Mannschaft ist besser als die Reals.“ – Angesichts der Leistungen in den letzten Wochen und Monaten mag man Zweifel am ersten Teil von Messis Aussage hegen. Ansonsten bestätigte das schpansiche Gipfeltreffen in Madrid, Endstand 0:2, die Aussage des kleinen, katalanischen Argentiniers. 

Paul Ingendaay schreibt in der heutigen Ausgabe der FAZ: „Trainer Josip Guardiola hat eine harmonierende Mannschaft geformt, die auf jede Situation als Kollektiv reagiert. Egal ob sie abwartet, beschleunigt oder im Hochgeschwindigkeitstempo agiert, ihre Spielkultur ändert sich nie.“ Der Gelobte, die Trainer nämlich, hielt dagegen, ganz kurzpassmäßig, den Ball äußerst flach: „Ich bringe meine Spieler bloß zum Laufen.“ 

Also doch, werden nun alle Kriptokommunisten sagen, das Kollektiv, der Kollektivismus gar, ist’s und war’s immer gewesen, elf Freunde müsst ihr sein undsoweiterundsofort. Als passionierte (und pensionierte) Reitlehrerin möchte ich jedoch sagen: Nicht so schnell mit den jungen Pferden! Denn hier handelt es sich doch um eine sehr elitäre Gemeinschaft, eine sehr gut ausgebildete, die den Ausnahmekönner neidlos unterstützt und trägt, die neben einem sehr nötigen Arbeitsethos (protestantisch anmutend) auch eine dicke Portion Demut zu lernen und zu besitzen hat – nicht umsonst waren gerade die hart arbeitenden Eigengewächse Valdés, Piqué, Xavi, Messi und Pedro die spielentscheidenen Leute im Estadio Bernabéu (das schreib ich auch jedes Mal falsch …). 

Reals Misere brachte die Hauptstadt-Tageszeitung "El País" auf den Punkt: „Der FC Barcelona hat ein fußballerisches Konzept, Real Madrid nur ein wirtschaftliches.“ (Somit wäre das unsägliche „it’s the economy, stupid“ ein wenig abgeschwächt, zumindest für den romantische veranlagten Fußballfan.) Daraus folgt wohl vor allem, dass Sportdirektor Jorge Valdano und Präsident Florentino Perez mit neoliberaler Hektik reagieren werden: Ribery wird kommen, Trainer Manuel Pellegrini wahrscheinlich gehen müssen. 

Ähnlich wie in Spanien geschah es an diesem Wochenende auch in Italien: der Tabellenführer wechselte. Inter kam beim AC Florenz nicht über ein 2:2 hinaus, die Roma machte im Heimspiel gegen Atalanta Bergamo mit einem 2:1 den Sack vorerst zu und führt nun mit einem Punkt vor den Nerazurri. Doch sei hier die Prognose gewagt, dass die Truppe von José „the special one“ Mourinho die Uhr wieder zurückdrehen werden wird (oder die Champions League holt).  

Freitag, 9. April 2010

Der Südligenvorbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Keine Vorentscheidung wird kommen

Da sind sich die Kapitäne Barcas und Reals (auch „el Madrid“ genannt), Carles Puyol und Iker Casillas, einig. Beide sind verbal nicht so die Haudraufs und geben sich gegenüber dem „kicker“ (Nr. 29 vom 8.4.2010) daher eher bedächtig, was den an diesem Sonnabend (Anstoß 22:00 Uhr) anstehenden Clásico betrifft: wichtig sei das Vertrauen auf die eigene Stärke. 

Eines scheint gewiss: Ein Debakel wie im letzten Jahr in Madrid (die Weißgewandeten rannten bei der 2:6-Pleite meist verzweifelt dem Ball hinterher, während bei Barca selbst die Innenverteidiger Tore schießen durften) wird es wohl nicht geben. Die Hinspielniederlage im Camp Nou soll mindestens egalisiert werden, da am Ende, bei Punktegleichheit, der direkte Vergleich zählt. Es wäre der dreizehnte Liga-Sieg in Folge für Real (zum Glück gibt’s den Konjunktiv!). 

Bei Barca kommt die Kombinationsmaschinerie langsam in die Gänge (der „kicker“ schrieb von der „Übermacht“ Barca), wie zuletzt bei den Spielen gegen Athletic Bilbao und Arsenal London. Real dagegen spielt fast den gleichen Testosteron-Fußball der letzten Saison, bei dem viel über Konter, Freistöße und fragwürdige Elfmeter läuft. 

Fehlen werden auf Seiten Barcas wohl Ibra, Abidal und Piqué. Bei Real vermutlich Kakà, der, ähnlich wie Benzema, seiner früheren Form hinterherläuft. Der brasilianische Staatspräsident sinnierte unlängst über einen wohltuenden Vereinswechsel seines Landsmanns. Wichtigste Frage wird aber sein (neben der, wie doll Messi zusammengetreten wird), ob Cristiano Ronaldo aka C-Ron mit Mundschutz tatsächlich schneller ist als ohne. Und warum Florentino Perez, Baulöwe und Real-Präsi, eigentlich nicht anstelle des Estadio Bernabeu eine Kopie der Alte Försterei (genau: die in Berlin-Köpenick) errichten lässt – in den USA soll das ja geschehen. (Geld schießt ja bekanntlich keine Tore, kann aber Stadien abreißen und andere errichten lassen. Geil dieses Geld.) 

Messi bleibt übrigens gelassen: „Fußball, Barca, Familie: Das ist mein Leben.“ – Die New-School-Variante von „Kaiser, Gott und Vaterland“. 

Mittwoch, 7. April 2010

Wir erinnern uns, dass …


… an dieser Stelle Samuel Eto'o den Wunsch aussprach, Barca und Inter mögen sich doch bitte im Bernabeú in Madrid zum CL-Finale treffen (Zeuge Pique mit im Bild). 



Klappt leider nicht ganz. 
Aber damit nicht zu große Trauer aufkommt, muss Folgendes gesagt werden: Halbfinale is the new Finale. Und das Bernabeú ist eh für'n Arsch (außer man demoliert nach dem Kick noch ordentlich in den Katakomben und auf den Rängen rum).

Freitag, 26. März 2010

Ander Iturraspe, Koikili Lertxundi, Gorka Iraizoz,


Andoni Iraola, Iban Zubiaurre, Aitor Ocio, Joseba Etxebarria, Markel Susaeta – die schönsten Namen im "spanischen" Fußball hat auf jeden Fall Athletic Bilbao in seinen Reihen. 

Und in dieser Saison spielen die Basken auch einen sehr ansehnlichen Fußball. Leider half dieser nicht viel am gestrigen Abend bei Atletico Madrid, wo sie gegen Hauptstädter mit 0:2 unterlagen. 
Dabei wurden die Spieler und Fans aus Bilbao mal wieder vom Heimpublikum aus der Fassung gebracht: einfach durch dauerhaftes und penetrantes Absingen von "Y viva Espana" – immer sehr beliebt wenn die freundlichen Separatisten aus dem Baskenland oder Katalonien zu Besuch sind (dabei ist doch Separatismus the new european loud!). 

Hier noch mal ein akustischer (und leider auch visueller) Beweis, der uns alle nachdenklich stimmen sollte: 



(Den Atletico-Fans sei aber verziehen, falls sie ihre Mannschaft beim Derby am Sonntag im Bernabeú zum Auswärtssieg singen, schreien, pöbeln sollten.)

Montag, 22. März 2010

Hertha zurück auf der internationalen Fußballbühne


Denn mittels des Dreierpacks von Theofanis Gekas am Sonntag gegen Wolfsburg schoben sich die german Hauptstädter zwischen zwei prominente Süd-Vereine, dem AS Rom und dem FC Barcelona, die durch Vucinic, auf römischer Seite, und Messi, auf katalanischer Seite, ihrerseits etwas dazu beitrugen, dass der Hattrick-Zähler ziemlich heiß lief. 
Messis drei Tore lassen sich hier bestaunen; das zweite löste bei mir während des Betrachtens ähnliche Gefühle aus, die Rilke beschreibt – beim Bestaunen des "Archaischen Torso Apollos": 

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt, 
darin die Augenäpfel reiften. Aber 
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber, 
in dem sein Schauen nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug 
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen 
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen 
zu jener Mitte, die die Zeugung trug. 

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz 
unter der Schultern durchsichtigem Sturz 
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle; 

und bräche nicht aus allen seinen Rändern 
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle, 
die dich nicht sieht.  Du musst dein Leben ändern. 

(Die in unserem Zusammenhang wichtige Stelle habe ich hervorgehoben.)

Freitag, 19. März 2010

Die Herren in Nyon

haben uns ja mal wieder kräftig Sand in die Augen gestreut. Aber gut, die Viertelfinals der CL und EL (... wenn wir an der Macht sind, werden erstmal Abkürzungen verboten und deren Gebrauch unter Strafe, harte, gestellt) stehen fest und wir nehmen es hin.
Aber nur mit dem Wissen, das sich in der Abwandlung eines Tucholsky-Zitats (vielleicht auch apokryph) widerspiegelt: "Wenn Auslosungen wirklich etwas ändern würden, wären sie schon längst verboten." (Checkt die Scheiße mal aus, verdammt!)

Dienstag, 16. März 2010

Was uns bewegt


Nicht nur Glenn Goulds Bach-Interpretationen und die Rückkehr des José Mourinho an die Stamford-Bridge am heutigen Abend, sondern natürlich auch (ein bisschen zumindest) das WM-Gastgeberland und dessen kulturellen Erzeugnisse. 
Am 9. Februar dieses Jahres gab es den 70. Geburtstag J.M. Coetzees zu feiern und das Erscheinen seines neuen Buches auf Deutsch, und nun macht uns die südafrikanische Combo "Die Antwoord" mit ihrem "Ninja"-Track mächtig Dampf, sodass es sogar Robert von Lucius auf FAZ.net einen Artikel wert ist. Dort wird u.a. eine interessante Sache aufgedeckt: Der "Antwoord"-Frontmann Jones (aka Ninja) sei angeblich ein großer Fan des in Südafrika lebenden amerikanischen Fotografen Roger Ballen, der durch seine Fotos des südafrikanischen white trash, der Unterschicht der Afrikaaner (aus der jener Herr Jones auch stammen soll), bekannt wurde. Wie wichtig diese Verbindung sein könnte, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mein Kunstgeschichte/Kulturwissenschaft-Studium nach 85 Semestern abgebrochen habe. Aber wenigstens soll hier das Liedgut von "Die Antwoord" kredenzt werden: 

Montag, 15. März 2010

Donnerstag, 11. März 2010

Die härteste Tür Europas – CL-Viertelfinale

… und Real MadRIP durfte mal wieder nicht hinein. 



Pjanic heißt in diesem Fall der gnadenlose Türsteher, und um einen Satz Rilkes aus den "Duineser Elegien" zu gebrauchen: "Ein jeder Türsteher ist schrecklich." 
Aber Weiß geht ja nun wirklich auch gar nicht. Da kann man noch so viele Girls im Schlepptau haben. 

Donnerstag, 4. März 2010

Der Südligenbericht vor Ort


Wer die inoffizielle Göttin der Berichterstattung über den südeuropäischen Fußball mal persönlich treffen möchte, der möge sich diesen Sonntag in Mailand im Guiseppe Meazza-Stadion einfinden – Inter spielt gegen den CFC Genua, Anstoß 20:45. 
(Bisher noch nicht bestätigten Berichten zufolge haben zumindest die Spieler der Heimmannschaft Catherine Zeta-Bohlen versprochen, sich mächtig ins Zeug zu legen. Ein 1:0 dürfte also drin sein.) 

Mittwoch, 3. März 2010

Zigarre Gottes oder planloser Prolet?


Die Solo-Presseshow vom DrittenDrittenZweitausendzehn: 

Christian Eichler in der heutigen FAZ über den Held meiner sehr frühen Jugend … und seine derzeitige Tragik, Dummheit, Ignoranz, Unfähigkeit … Schnüff! (Ja, es geht um Maradonna!)

Montag, 1. März 2010

Unfallchirurgenlyrik


Mein Fußball, eure Schien- und Wadenbeine 



Martin Taylor 

an Eduardo

Birmingham gegen Arsenal. 


Axel Witsel an 

Marcin Wasilewski.

Lüttich gegen Anderlecht. 


Ryan Shawcross 

an Aaron Rampsey. – 

Stoke gegen Arsenal.


Zum Glück ist mir 

das nicht passiert.


Doch hätt' ich's

gerne operiert.

Mittwoch, 24. Februar 2010

New-School-Männerfeindschaft, Teil I

Früher prügelte man sich die Scheiße aus dem Leib, heute liest man einfach die Autobiographie des anderen nicht…  


Wie schlimm es um das Verhältnis Mourinho-Ancelotti wirklich steht, kann man heute Abend ab 20:45 im San Siro zu Milano bewundern – sollte bis dahin nicht das Öl aus der sabotierten Raffinerie bis in die lombardische Metropole gekrochen sein. (Die Ölmagnaten Massimo Moratti und Roman Arkadjewitsch Abramowitsch beteuern angeblich ihre Unschuld.) 

Montag, 15. Februar 2010

Auch wenn es erschreckend ist und anders schöner wäre,

aber: Kontinuität scheint leider eine ziemlich ambivalente Sache zu sein, besonders wenn sie dann plötzlich mal endet.
 
Barca war 21 Spieltage in der heimischen, schpanischen Liga ungeschlagen. (Am Sonntag nun gab's die erste Saisonpleite, bei Atletico Madrid, die oft wenig auf die Reihe kriegen. Außer wenn sie zu Hause gegen Barca spielen.) 

Glenn Gould beschäftigte sich sein Leben lang mit den Fugen-Kompositionen Bachs. Und sicher gab es bei dieser Auseinandersetzung auch Höhen und Tiefen. Aber am Ende stand dann doch irgendwie ein Sieg, wie man dieser späten Aufnahme entnehmen kann… (Ein Vergleich früher und später Aufnahmen: "Bach/Glenn Gould: The Art of the Fugue" Sony 2002.) 


Freitag, 12. Februar 2010

Hitz vs. di Canio?

Viel wurde drüber geschrieben und die Stirn gerunzelt und darüber spekuliert, wie Hitzelsberger als angeblicher "Intellektueller" und Anti-Rechts-Kämpfer denn bei den Laziali ankommen werde. – Sportlich bisher eher mäßig (Heimniederlage gegen Catania). 
In der guten, alten Heulsusen-Wochenzeitung "Die Zeit" gibt Hitz Auskunft über seine Bedenken, aber auch über seine (sympathisch zu nennende) Unvoreingenommenheit den Lazio-Fans gegenüber. Und: Hitz könnte es schaffen! Statt römischen Grüßen, di Canio-Verehrungen, menschen- und minderheitenverachtenden Sprüchen und Transparenten endlich ein gepflegter, zivilgesellschaftlicher und natürlich intellektueller Umgang auf Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nach dem deutschen Grundgesetz. 
Und dann hätten wir es geschafft – Rom endlich/wieder deutsch! 
Wir wünschen da Hitz viel Erfolg in der ewigen Stadt.

Montag, 1. Februar 2010

Statt des obligaten Umfallens eines Reissackes in China…

… tut sich ein Lazio-Spieler in Turin beim Torjubel den Kopf so weh, dass dieser anfängt zu bluten. Pazza Platzwunde! 


Dienstag, 26. Januar 2010

Nachtrag zum Mailänder Dörrrbie

(Der Lange ist übrigens Materazzi, der eine Berlusconi-Maske trägt.) 


Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

'nen Satz mit X 


Da holt Milan in den letzten zwölf Ligapartien 31 Punkte (für die Rechenfüchse unter uns ist das selbst nach Einführung der Drei-Punkte-Wertung ein Klacks). Da glänzt Ronaldinho wie in alten, seligen Barca-Zeiten auf. Da kommt Becks gerade aus der US-Ligapause in die Lombarden-Metropole zum Kicken gesaust. Da…ja, da dachte alle Welt, nun können sie, die Jungs von Milan, auch mal eben Inter schlagen, Mourinhos crazy Rekord (über 150 Heimspiele in Folge ohne Niederlage, vereinsübergreifend) knacken, den Kampf um die italienische Meisterschaft wieder spannend machen… Aber nix da, selbst gegen die um zwei Mann dezimierte Inter-Truppe (Sneijder sah schon in der 27. Minue Rot für einen höhnischen Applaus in Richtung Schiri – harte Zeiten; Lucio erhielt nach einem Handspiel in Schlussphase die Ampelkarte, Grün exklusive) kam Milan nicht richtig in Schwung, Ronaldinho schoss zudem noch einen Milan-Elfer so, dass Inter-Keeper Julio Cesar ihn schön halten konnte. 

War ja auch schwer, denn die Partie wurde von Anfang an recht ruppig geführt – wie immer, wenn eine Mourinho-Truppe einen hochwertigen Gegner vorgesetzt bekommt. Inter spielte sich mehr Chancen heraus und der unglaublich abgebrühte Diego Milito, der schon seit Jahr und Tag die südeuropäischen Topliegen mit Toren bereichert, war in der zehnten Minute zur Stelle. Ab der 65. Minute hieß es dann 2:0, durch einen sehenswerten Freistoß von Goran Pandev, der den beim Afrika-Cup weilenden Samuel Eto’o ersetzte. 


Apropos Afrika-Cup: Das war bisher eine recht gruselige Vorstellung in Angola. Und daran waren nicht nur die schlechten Schiri- und Torhüterleistungen schuld – immerhin fielen vergleichsweise wenig Tore. Afrika bleibt nur insofern die Zukunft des Fußballs, dass sich die europäischen Vereine auch zukünftig für einen schmalen Taler Spieler von dort zulegen werden. Aber vielleicht sollte man sich als Europäer auch mal kräftig an die versnobte Kultureller-Hochmut-Nase fassen („Du sollst dein Denken ändern!“) und zu bedenken geben: Wie stünde es denn um den hiesigen fußballerischen Fortschritt, wenn unser Kontinent so dauerhaft und zu großen Teilen daniederliegt, ganz abseits gedacht von solch unbeliebten Theorien von den kulturellen Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolgs? Schwer zu sagen… aber vielleicht kommt ja die Zeit, in der anhand der Realität diese Frage mittels Vergleich erörtert werden kann. Und dabei denke ich weniger an ein aufblühendes Afrika, auch wenn es sehr wünschenswert ist, als an ein durch und durch verbrauchtes Europa, das im Schlamm der Technik und Geschichte nur noch leise röchelnd zu kichern versucht. Dann, mein Freund, sprechen wir uns wieder. 


Zahlen statt Qualen: Diesmal: Messis Quote – 6 Tore in den letzten 3 Ligapartien. 

Montag, 11. Januar 2010

Zorn und Zeit

oder: Spielt ihr scheiße, zünden wir eure Sitze an (und dann können sich die Leute bei youtube das 3:0 von Ronaldinho nicht richtig ankucken).