Dienstag, 26. Januar 2010

Nachtrag zum Mailänder Dörrrbie

(Der Lange ist übrigens Materazzi, der eine Berlusconi-Maske trägt.) 


Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

'nen Satz mit X 


Da holt Milan in den letzten zwölf Ligapartien 31 Punkte (für die Rechenfüchse unter uns ist das selbst nach Einführung der Drei-Punkte-Wertung ein Klacks). Da glänzt Ronaldinho wie in alten, seligen Barca-Zeiten auf. Da kommt Becks gerade aus der US-Ligapause in die Lombarden-Metropole zum Kicken gesaust. Da…ja, da dachte alle Welt, nun können sie, die Jungs von Milan, auch mal eben Inter schlagen, Mourinhos crazy Rekord (über 150 Heimspiele in Folge ohne Niederlage, vereinsübergreifend) knacken, den Kampf um die italienische Meisterschaft wieder spannend machen… Aber nix da, selbst gegen die um zwei Mann dezimierte Inter-Truppe (Sneijder sah schon in der 27. Minue Rot für einen höhnischen Applaus in Richtung Schiri – harte Zeiten; Lucio erhielt nach einem Handspiel in Schlussphase die Ampelkarte, Grün exklusive) kam Milan nicht richtig in Schwung, Ronaldinho schoss zudem noch einen Milan-Elfer so, dass Inter-Keeper Julio Cesar ihn schön halten konnte. 

War ja auch schwer, denn die Partie wurde von Anfang an recht ruppig geführt – wie immer, wenn eine Mourinho-Truppe einen hochwertigen Gegner vorgesetzt bekommt. Inter spielte sich mehr Chancen heraus und der unglaublich abgebrühte Diego Milito, der schon seit Jahr und Tag die südeuropäischen Topliegen mit Toren bereichert, war in der zehnten Minute zur Stelle. Ab der 65. Minute hieß es dann 2:0, durch einen sehenswerten Freistoß von Goran Pandev, der den beim Afrika-Cup weilenden Samuel Eto’o ersetzte. 


Apropos Afrika-Cup: Das war bisher eine recht gruselige Vorstellung in Angola. Und daran waren nicht nur die schlechten Schiri- und Torhüterleistungen schuld – immerhin fielen vergleichsweise wenig Tore. Afrika bleibt nur insofern die Zukunft des Fußballs, dass sich die europäischen Vereine auch zukünftig für einen schmalen Taler Spieler von dort zulegen werden. Aber vielleicht sollte man sich als Europäer auch mal kräftig an die versnobte Kultureller-Hochmut-Nase fassen („Du sollst dein Denken ändern!“) und zu bedenken geben: Wie stünde es denn um den hiesigen fußballerischen Fortschritt, wenn unser Kontinent so dauerhaft und zu großen Teilen daniederliegt, ganz abseits gedacht von solch unbeliebten Theorien von den kulturellen Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolgs? Schwer zu sagen… aber vielleicht kommt ja die Zeit, in der anhand der Realität diese Frage mittels Vergleich erörtert werden kann. Und dabei denke ich weniger an ein aufblühendes Afrika, auch wenn es sehr wünschenswert ist, als an ein durch und durch verbrauchtes Europa, das im Schlamm der Technik und Geschichte nur noch leise röchelnd zu kichern versucht. Dann, mein Freund, sprechen wir uns wieder. 


Zahlen statt Qualen: Diesmal: Messis Quote – 6 Tore in den letzten 3 Ligapartien. 

Montag, 11. Januar 2010

Zorn und Zeit

oder: Spielt ihr scheiße, zünden wir eure Sitze an (und dann können sich die Leute bei youtube das 3:0 von Ronaldinho nicht richtig ankucken).