Freitag, 26. März 2010

Ander Iturraspe, Koikili Lertxundi, Gorka Iraizoz,


Andoni Iraola, Iban Zubiaurre, Aitor Ocio, Joseba Etxebarria, Markel Susaeta – die schönsten Namen im "spanischen" Fußball hat auf jeden Fall Athletic Bilbao in seinen Reihen. 

Und in dieser Saison spielen die Basken auch einen sehr ansehnlichen Fußball. Leider half dieser nicht viel am gestrigen Abend bei Atletico Madrid, wo sie gegen Hauptstädter mit 0:2 unterlagen. 
Dabei wurden die Spieler und Fans aus Bilbao mal wieder vom Heimpublikum aus der Fassung gebracht: einfach durch dauerhaftes und penetrantes Absingen von "Y viva Espana" – immer sehr beliebt wenn die freundlichen Separatisten aus dem Baskenland oder Katalonien zu Besuch sind (dabei ist doch Separatismus the new european loud!). 

Hier noch mal ein akustischer (und leider auch visueller) Beweis, der uns alle nachdenklich stimmen sollte: 



(Den Atletico-Fans sei aber verziehen, falls sie ihre Mannschaft beim Derby am Sonntag im Bernabeú zum Auswärtssieg singen, schreien, pöbeln sollten.)

Montag, 22. März 2010

Hertha zurück auf der internationalen Fußballbühne


Denn mittels des Dreierpacks von Theofanis Gekas am Sonntag gegen Wolfsburg schoben sich die german Hauptstädter zwischen zwei prominente Süd-Vereine, dem AS Rom und dem FC Barcelona, die durch Vucinic, auf römischer Seite, und Messi, auf katalanischer Seite, ihrerseits etwas dazu beitrugen, dass der Hattrick-Zähler ziemlich heiß lief. 
Messis drei Tore lassen sich hier bestaunen; das zweite löste bei mir während des Betrachtens ähnliche Gefühle aus, die Rilke beschreibt – beim Bestaunen des "Archaischen Torso Apollos": 

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt, 
darin die Augenäpfel reiften. Aber 
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber, 
in dem sein Schauen nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug 
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen 
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen 
zu jener Mitte, die die Zeugung trug. 

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz 
unter der Schultern durchsichtigem Sturz 
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle; 

und bräche nicht aus allen seinen Rändern 
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle, 
die dich nicht sieht.  Du musst dein Leben ändern. 

(Die in unserem Zusammenhang wichtige Stelle habe ich hervorgehoben.)

Freitag, 19. März 2010

Die Herren in Nyon

haben uns ja mal wieder kräftig Sand in die Augen gestreut. Aber gut, die Viertelfinals der CL und EL (... wenn wir an der Macht sind, werden erstmal Abkürzungen verboten und deren Gebrauch unter Strafe, harte, gestellt) stehen fest und wir nehmen es hin.
Aber nur mit dem Wissen, das sich in der Abwandlung eines Tucholsky-Zitats (vielleicht auch apokryph) widerspiegelt: "Wenn Auslosungen wirklich etwas ändern würden, wären sie schon längst verboten." (Checkt die Scheiße mal aus, verdammt!)

Dienstag, 16. März 2010

Was uns bewegt


Nicht nur Glenn Goulds Bach-Interpretationen und die Rückkehr des José Mourinho an die Stamford-Bridge am heutigen Abend, sondern natürlich auch (ein bisschen zumindest) das WM-Gastgeberland und dessen kulturellen Erzeugnisse. 
Am 9. Februar dieses Jahres gab es den 70. Geburtstag J.M. Coetzees zu feiern und das Erscheinen seines neuen Buches auf Deutsch, und nun macht uns die südafrikanische Combo "Die Antwoord" mit ihrem "Ninja"-Track mächtig Dampf, sodass es sogar Robert von Lucius auf FAZ.net einen Artikel wert ist. Dort wird u.a. eine interessante Sache aufgedeckt: Der "Antwoord"-Frontmann Jones (aka Ninja) sei angeblich ein großer Fan des in Südafrika lebenden amerikanischen Fotografen Roger Ballen, der durch seine Fotos des südafrikanischen white trash, der Unterschicht der Afrikaaner (aus der jener Herr Jones auch stammen soll), bekannt wurde. Wie wichtig diese Verbindung sein könnte, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mein Kunstgeschichte/Kulturwissenschaft-Studium nach 85 Semestern abgebrochen habe. Aber wenigstens soll hier das Liedgut von "Die Antwoord" kredenzt werden: 

Montag, 15. März 2010

Donnerstag, 11. März 2010

Die härteste Tür Europas – CL-Viertelfinale

… und Real MadRIP durfte mal wieder nicht hinein. 



Pjanic heißt in diesem Fall der gnadenlose Türsteher, und um einen Satz Rilkes aus den "Duineser Elegien" zu gebrauchen: "Ein jeder Türsteher ist schrecklich." 
Aber Weiß geht ja nun wirklich auch gar nicht. Da kann man noch so viele Girls im Schlepptau haben. 

Donnerstag, 4. März 2010

Der Südligenbericht vor Ort


Wer die inoffizielle Göttin der Berichterstattung über den südeuropäischen Fußball mal persönlich treffen möchte, der möge sich diesen Sonntag in Mailand im Guiseppe Meazza-Stadion einfinden – Inter spielt gegen den CFC Genua, Anstoß 20:45. 
(Bisher noch nicht bestätigten Berichten zufolge haben zumindest die Spieler der Heimmannschaft Catherine Zeta-Bohlen versprochen, sich mächtig ins Zeug zu legen. Ein 1:0 dürfte also drin sein.) 

Mittwoch, 3. März 2010

Zigarre Gottes oder planloser Prolet?


Die Solo-Presseshow vom DrittenDrittenZweitausendzehn: 

Christian Eichler in der heutigen FAZ über den Held meiner sehr frühen Jugend … und seine derzeitige Tragik, Dummheit, Ignoranz, Unfähigkeit … Schnüff! (Ja, es geht um Maradonna!)

Montag, 1. März 2010

Unfallchirurgenlyrik


Mein Fußball, eure Schien- und Wadenbeine 



Martin Taylor 

an Eduardo

Birmingham gegen Arsenal. 


Axel Witsel an 

Marcin Wasilewski.

Lüttich gegen Anderlecht. 


Ryan Shawcross 

an Aaron Rampsey. – 

Stoke gegen Arsenal.


Zum Glück ist mir 

das nicht passiert.


Doch hätt' ich's

gerne operiert.