Mittwoch, 28. April 2010

Mourinho meint


für Inter sei das Finale in Madrid ein Traum, für Barca dagegen eine Obsession. 
Mal sehen, was diese Herren hier meinen: 


Donnerstag, 22. April 2010

Övebrö und Guardiola haben bisher kein Restaurant eröffnet, aber …

"Die spanischen Medien ergehen sich nach dem 1:3 von Titelverteidiger FC Barcelona im Halbfinale der Champions League beim italienischen Meister Inter Mailand in Verschwörungstheorien. Wie die Sporttageszeitung "Sport" aus Barcelona herausgefunden haben will, kennen sich Schiedsrichter Olegario Benquerenca und Inter-Trainer Jose Mourinho bereits seit zehn Jahren und sind eng befreundet. Benquerenca hatte vor dem Tor zum 3:1 eine Abseitsstellung von Torschütze Diego Milito übersehen und Barca anschließend noch einen klaren Foulelfmeter verweigert. Der Referee wohnt in Leiria, wo sein portugiesischer Landsmann Mourinho im Jahr 2001 bei seiner zweiten Trainerstation als Chefcoach für Uniao Leiria gearbeitet hat. Dort sollen die beiden nach Angaben des öffentlich-rechtlichen katalanischen Radiosenders "COM Radio" damals gemeinsam das Restaurant Omenino besessen haben." (Quelle: Faz.net)


Dienstag, 20. April 2010

Neulich auf einer großen Insel im Nordatlantik


Als ich kürzlich in Island weilte und dort zufällig Uli Hoeness und Massimo Moratti traf, kam mir das nicht besonders ungewöhnlich vor. Meinten beide doch, sie wären nach Island gekommen, um ein paar bewusstseinserweiternde Pilze zu klinken und dann intensiv mit Elfen und Trollen zu sprechen. 
Auch als ich die beiden in der Nähe des Eyjafjalla-Vulkans in höchst futuristischer Bekleidung ins Erdreich hinabsteigen sah, kam mir keinerlei Verdacht. Ich sagte mir lediglich: Mann, Mann, die sind aber ordentlich drauf! 
Als nun am Sonntag bzw. Montag die Bus-Odysseen von Olympique Lyon (ca. 1000km, da vom Auswärtsspiel aus Bordeaux kommend) und des FC Barcelona (ca. 1000km mit Zwischenstopp in Cannes) begannen, ging sogar mir ein Licht auf, wie man so sagt. Jedes Mittel ist den Chefs von Inter und Bayern München recht, um nach gefühlten 50 Jahren (bei Inter sind es tatsächlich fast soviel) mal wieder die Champions League (sprich: Europapokal der Landesmeister) zu gewinnen, oder wenigstens das Finale zu erreichen. Und die UEFA schnarcht mal wieder vor sich hin! 

(Zum Duell Inter-Barca: Christan Eichlers sehr schöner Artikel in der FAZ – "Welteroberer gegen Spielverderber" … Es riecht nach Spielverderbung.) 

Montag, 19. April 2010

Donnerstag, 15. April 2010

Sweet Presseshow

Zum WM-Gastgeberland: Die "Welt" zur Kriminalität in Südafrika und zum Mord am Buren-Führer Terre Blanche, die FAZ bringt Afrika-erfahrene Trainer ins Spiel – alles halb so wild. 

Crazy Calcio: Brigit Schönau in der Süddeutschen zum Höhenflug der Roma in der Serie A

Technik nervt (oder kann zumindest): Unabomber-Opfer Gelernter zum E-Book-Blödsinn

Der Ernst-Jünger-Link: Peter Richter zu Neo Rauchs fünfzigsten B-Day

Montag, 12. April 2010

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

1-2 Tugenden, 1 Systemfrage, 2 Wachablösungen und 2 verbale Tiefstapeleien

„Ich bin nicht besser als Ronaldo, unsere Mannschaft ist besser als die Reals.“ – Angesichts der Leistungen in den letzten Wochen und Monaten mag man Zweifel am ersten Teil von Messis Aussage hegen. Ansonsten bestätigte das schpansiche Gipfeltreffen in Madrid, Endstand 0:2, die Aussage des kleinen, katalanischen Argentiniers. 

Paul Ingendaay schreibt in der heutigen Ausgabe der FAZ: „Trainer Josip Guardiola hat eine harmonierende Mannschaft geformt, die auf jede Situation als Kollektiv reagiert. Egal ob sie abwartet, beschleunigt oder im Hochgeschwindigkeitstempo agiert, ihre Spielkultur ändert sich nie.“ Der Gelobte, die Trainer nämlich, hielt dagegen, ganz kurzpassmäßig, den Ball äußerst flach: „Ich bringe meine Spieler bloß zum Laufen.“ 

Also doch, werden nun alle Kriptokommunisten sagen, das Kollektiv, der Kollektivismus gar, ist’s und war’s immer gewesen, elf Freunde müsst ihr sein undsoweiterundsofort. Als passionierte (und pensionierte) Reitlehrerin möchte ich jedoch sagen: Nicht so schnell mit den jungen Pferden! Denn hier handelt es sich doch um eine sehr elitäre Gemeinschaft, eine sehr gut ausgebildete, die den Ausnahmekönner neidlos unterstützt und trägt, die neben einem sehr nötigen Arbeitsethos (protestantisch anmutend) auch eine dicke Portion Demut zu lernen und zu besitzen hat – nicht umsonst waren gerade die hart arbeitenden Eigengewächse Valdés, Piqué, Xavi, Messi und Pedro die spielentscheidenen Leute im Estadio Bernabéu (das schreib ich auch jedes Mal falsch …). 

Reals Misere brachte die Hauptstadt-Tageszeitung "El País" auf den Punkt: „Der FC Barcelona hat ein fußballerisches Konzept, Real Madrid nur ein wirtschaftliches.“ (Somit wäre das unsägliche „it’s the economy, stupid“ ein wenig abgeschwächt, zumindest für den romantische veranlagten Fußballfan.) Daraus folgt wohl vor allem, dass Sportdirektor Jorge Valdano und Präsident Florentino Perez mit neoliberaler Hektik reagieren werden: Ribery wird kommen, Trainer Manuel Pellegrini wahrscheinlich gehen müssen. 

Ähnlich wie in Spanien geschah es an diesem Wochenende auch in Italien: der Tabellenführer wechselte. Inter kam beim AC Florenz nicht über ein 2:2 hinaus, die Roma machte im Heimspiel gegen Atalanta Bergamo mit einem 2:1 den Sack vorerst zu und führt nun mit einem Punkt vor den Nerazurri. Doch sei hier die Prognose gewagt, dass die Truppe von José „the special one“ Mourinho die Uhr wieder zurückdrehen werden wird (oder die Champions League holt).  

Freitag, 9. April 2010

Der Südligenvorbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Keine Vorentscheidung wird kommen

Da sind sich die Kapitäne Barcas und Reals (auch „el Madrid“ genannt), Carles Puyol und Iker Casillas, einig. Beide sind verbal nicht so die Haudraufs und geben sich gegenüber dem „kicker“ (Nr. 29 vom 8.4.2010) daher eher bedächtig, was den an diesem Sonnabend (Anstoß 22:00 Uhr) anstehenden Clásico betrifft: wichtig sei das Vertrauen auf die eigene Stärke. 

Eines scheint gewiss: Ein Debakel wie im letzten Jahr in Madrid (die Weißgewandeten rannten bei der 2:6-Pleite meist verzweifelt dem Ball hinterher, während bei Barca selbst die Innenverteidiger Tore schießen durften) wird es wohl nicht geben. Die Hinspielniederlage im Camp Nou soll mindestens egalisiert werden, da am Ende, bei Punktegleichheit, der direkte Vergleich zählt. Es wäre der dreizehnte Liga-Sieg in Folge für Real (zum Glück gibt’s den Konjunktiv!). 

Bei Barca kommt die Kombinationsmaschinerie langsam in die Gänge (der „kicker“ schrieb von der „Übermacht“ Barca), wie zuletzt bei den Spielen gegen Athletic Bilbao und Arsenal London. Real dagegen spielt fast den gleichen Testosteron-Fußball der letzten Saison, bei dem viel über Konter, Freistöße und fragwürdige Elfmeter läuft. 

Fehlen werden auf Seiten Barcas wohl Ibra, Abidal und Piqué. Bei Real vermutlich Kakà, der, ähnlich wie Benzema, seiner früheren Form hinterherläuft. Der brasilianische Staatspräsident sinnierte unlängst über einen wohltuenden Vereinswechsel seines Landsmanns. Wichtigste Frage wird aber sein (neben der, wie doll Messi zusammengetreten wird), ob Cristiano Ronaldo aka C-Ron mit Mundschutz tatsächlich schneller ist als ohne. Und warum Florentino Perez, Baulöwe und Real-Präsi, eigentlich nicht anstelle des Estadio Bernabeu eine Kopie der Alte Försterei (genau: die in Berlin-Köpenick) errichten lässt – in den USA soll das ja geschehen. (Geld schießt ja bekanntlich keine Tore, kann aber Stadien abreißen und andere errichten lassen. Geil dieses Geld.) 

Messi bleibt übrigens gelassen: „Fußball, Barca, Familie: Das ist mein Leben.“ – Die New-School-Variante von „Kaiser, Gott und Vaterland“. 

Mittwoch, 7. April 2010

Wir erinnern uns, dass …


… an dieser Stelle Samuel Eto'o den Wunsch aussprach, Barca und Inter mögen sich doch bitte im Bernabeú in Madrid zum CL-Finale treffen (Zeuge Pique mit im Bild). 



Klappt leider nicht ganz. 
Aber damit nicht zu große Trauer aufkommt, muss Folgendes gesagt werden: Halbfinale is the new Finale. Und das Bernabeú ist eh für'n Arsch (außer man demoliert nach dem Kick noch ordentlich in den Katakomben und auf den Rängen rum).