Freitag, 17. Dezember 2010

Olympique Nyon


Eigentlich sollte ich ja als Wahl- bzw. Auslosungsbeobachter der OSZE bei der CL-Achtelfinalvergabe in der Schweiz zugegen sein – doch man ließ mich nicht rein.
Florentino Perez schenkte jedem der UEFA-Belegschaft ein Jagdgewehr mit aufwendigen Verzierungen und bekam dafür Olympique Lyon zugelost. Damit Real Madrid es diesmal übers Achtelfinal hinaus schafft.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Losing the Unschud! Oder doch nicht?

Am Sonntagabend gab es im Nou Camp vereinzelt erboste Plakate, doch die 5:0-Sause des FC Barcelonas gegen Real Sociedad konnte den katalanischen Volkszorn vermutlich etwas beruhigen …

Nun ist es also doch geschehen: Nachdem Präsident Laporta (der mit der Champagner-Flat) bereits im Jahre 2003 das Verbot der Werbung auf dem Trikot seiner Fußballmannschaft kippte und sich mit dem Unicef-Logo auf der Brust Barças (für das der Verein sogar Geld an gemeinnützige Projekte des Kinderhilfswerks überwies) als Gutmensch in Szene setzen konnte, ist der Drops in Sachen kommerzieller Trikotwerbung bei den Katalanen nun anscheinend gelutscht. Die Qatar Foundation erhält für die Rekordsummer von 30 Mio Euros im Jahr (Real und ManU kriegen nur 23) den Zuschlag. Und einige Katalanen fühlen sich nun so wie Deutsche, denen die Regierung mitteilt, dass in Zukunft Konnopkes Würstchenbude auf der Nationalflagge mit einem Logo vertreten sein wird – verarscht.

Allerdings: Noch müssen die Mitglieder bzw. das Mitgliedergremium die Sache durchwinken, und Präsident Rosell kündigte bereits an, dass, sollte die Werbenutzung des Trikots abgelehnt werden, man von diesem Plan Abstand nehmen würde, trotz der misslichen Finanzlage des Clubs. Außerdem soll das Unicef-Logo weiterhin auf dem Trikot bleiben. Sollte das zusammen mit dem Qatar Foundation-Logo nicht funktionieren, hat Unicef Vorrang. Zumal, wie der Präsident betonte, man mit der Qatar Foundation ja einen Charity- und keinen kommerziellen Sponsor habe, da diese Organisation Entwicklungsprojekte in Sachen Bildung, Sport und Wissenschaft fördert. Nun ja …

Die Vermutung liegt nahe, dass Barça das Geld schon in der Tasche hat, ganz egal, ob und in welcher Form der Schriftzug aufs Trikot kommt. Wahrscheinlich eine Art Belohnung für die Unterstützung von Qatars Bewerbung um die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2022. Immerhin hatte sogar Trainer Guardiola als Botschafter Qatars die Werbetrommel für die sympathischen Scheichs gerührt. Mit Erfolg. Das Nachsehen hatte allerdings Spanien, das sich zusammen mit Portugal ebenfalls um die Austragung bemühte. Da wiederum freut sich das katalanische Herz – wieder ein Stück weiter weg von Spanien und vielleicht näher dran an der ersehnten Unabhängigkeit. (Und den echten Fußballfans ist sowieso total Wumpe, in welchem räudigen Erdteil bzw. Land die Sepp-Blatter-Fußballsause ausgetragen wird.)